Erste Schritte mit der Sony A7C II
Nachdem ich mir über Weihnachten/Neujahr die Sony A7C II als kompakte Zweitkamera gegönnt habe, musste ich diese natürlich auch zeitnah ausprobieren. Dafür bin ich an einem kalten Januarmorgen nach Lindau gefahren. Doch was erwarte ich überhaupt von der Kamera?
Als eingefleischter Sony A7 IV Nutzer erwarte ich eigentlich genau das selbe, nur in kleinerer und etwas abgespeckterer Form. Das bekommt hier auch geliefert. Die für mich relevanten Eigenschaften sind der A7 IV ähnlich. Der Sensor ist der gleiche, auch der Prozessor dürfte ähnlich sein. Der Shutter ist lediglich halb-mechanisch. Das bedeutet, dass er nur über einen ersten Verschlussvorhang verfügt. Eine Art Hybrid aus elektrischem und mechanischem Verschluss also. Das kann natürlich bei schnell bewegten Motiven zu Verzerrungen führen, ist aber für die Landschaftsfotografie nicht problematisch.
Das Gehäuse ist etwas kleiner, vor allem in der Höhe. Der deutlich kleinere Sucher ist für mich nicht besonders relevant, den nutze ich als Brillenträger eh nur wenn es nicht anders geht. Ein Joystick zum Verschieben der Fokuspunkte wäre schön gewesen, dafür lässt sich aber auch das “Steuerdrehkreuz” verwenden. Wirklich fehlen tut mir nur der zweite SD-Kartenslot. Dafür wäre doch sicherlich noch Platz gewesen. Da ich aber nur selten Auftragsarbeiten mache, sollte das nicht allzu schlimm sein. Wer eine kompakte Kamera möchte, muss eben Kompromisse eingehen. Ansonsten liegt die kleine A7C II sehr gut in der Hand, zumindest in meiner. Gepaart mit einem kompakten Objektiv kann man damit leicht und unauffällig unterwegs sein.
Doch wie steht es um die Bildqualität? Wie zu erwarten, sehe ich keinen Unterschied zur A7 IV, ist ja auch der gleiche Sensor. Wer hätte es gedacht? 33MP Auflösung, wenig ISO Rauschen und starker Dynamikumfang. Etwas anderes habe ich auch nicht erwartet.
Rundum ist die Sony A7C II ein gute Zweitkamera, auch wenn ich sie etwas langweilig finde. Langweilig, weil sie einfach gut ist und keine wirklich interessanten Ecken und Kanten bietet. Keine besonderen Gimmicks, keinen Charme wie beispielsweise Fujifilm-Kameras. Einfach nur ein solides Arbeitstier.
Deswegen ging dann auch mein kleiner Fotoausflug recht entspannt voran, da ich mich nicht wirklich umgewöhnen musste. Für meine Fotos im nebeligen Lindau habe ich hauptsächlich mein Sigma 24-70 verwendet, gelegentlich kam aber auch das 16-35er Sony zum Einsatz. 24mm sind dann doch nicht immer weitwinklig genug. Gerade der Aufnahme mit dem Bootshaus taten die 16mm sehr gut.
In diesem Sinne und bis demnächst,
-Flo